NFC zu 02-06-02-02


Werner Heyde unter dem Tarnnamen Fritz Sawade, um 1950 (oben) und am 10. Oktober 1945.
HHStAW, Best. 631a Nr. 6.
WERNER HEYDE (1902 – 1964)
Werner Heyde war der Planer, Gutachter und medizinische Leiter der »T4-Zentrale«. Er stammte aus der Lausitz und war Sohn eines Tuchfabrikanten. Er war Kindersoldat im Ersten Weltkrieg. Danach studierte er Medizin in Berlin, Freiburg, Marburg, Rostock und Würzburg und wurde Psychiater. An der Universitätsklinik Würzburg leitete er das Rassenpolitische Amt. Werner Heyde war Leiter der psychiatrischen Abteilung der SS-Totenkopfverbände und begutachtete KZ-Häftlinge auf Erbgesundheit. Ab Oktober 1939 wechselte er in die »T4-Zentrale«. Dort traf er die abschließende Entscheidung über Leben und Tod der Erkrankten. Am Ende des Zweiten Weltkriegs hatte er einen Einsatz in Dänemark. 1945 wurde er interniert und im Zuge des Nürnberger Ärzteprozesses schwer belastet. 1947 gelang ihm die Flucht. Er gab sich als Fritz Sawade aus, lebte als Sportarzt in Flensburg und verdiente als Gerichtsgutachter viel Geld. Viele aus seinem beruflichen Umfeld wussten, wer er tatsächlich war und schützten ihn. 1959 wurde seine Täuschung öffentlich und es kam zu einer Mordanklage durch Generalstaatsanwalt Fritz Bauer. Nachdem Werner Heyde sich am 13. Februar 1964 das Leben genommen hatte, wurde das Verfahren eingestellt.
WERNER HEYDE
Das ist ein Foto von Werner Heyde.
Er ist Arzt und Psychiater.
Am Anfang von der Nazi-Zeit ist er in der SS.
Das ist eine schlimme Gruppe von den Nazis.
Er arbeitet als Chef-Arzt.
Er entscheidet über die Gefangenen
in den Konzentrations-Lagern:
Dieser Gefangene ist krank.
Er soll sterben.
Oder dieser Gefangene ist gesund.
Er muss arbeiten.
Dann wird Werner Heyde Chef
von der Aktion T4.
So nennen die Nazis den Kranken-Mord.
Werner Heyde entscheidet:
Welcher Kranke darf leben und
welcher Kranke muss sterben.
Werner Heyde gehört
zu den schlimmsten Nazis.
Er macht bei viele Verbrechen mit.
Nach dem Zweiten Weltkrieg verhaftet
man ihn.
Er kommt in ein Lager.
Aber er kann flüchten und versteckt sich.
Er benutzt einen anderen Namen:
Fritz Sawade.
Viele Menschen glauben das,
aber nicht alle.
Über 10 Jahre arbeitet Werner Heyde
als Sport-Arzt und für ein Gericht in Flensburg.
Er verdient viel Geld.
Dann verrät ihn jemand.
Jemand sagt der Polizei:
Das ist nicht Fritz Sawade.
Das ist Werner Heyde.
Und er ist ein Mörder.
Werner Heyde kommt vor Gericht.
Er soll für die Morde eine Strafe bekommen.
Dazu kommt es aber nicht,
denn er tötet sich selbst.
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Werner Heyde under the cover name Fritz Sawade, around 1950 (left) and on 10 October 1945.
HHStAW, Best. 631a Nr. 6.
WERNER HEYDE (1902 – 1964)
Werner Heyde was the planner, expert and medical director of the »T4 Centre« He came from Lusatia and was the son of a cloth manufacturer. He was a child soldier in the First World War. He then studied medicine in Berlin, Freiburg, Marburg, Rostock and Würzburg and became a psychiatrist. He headed the Racial Policy Office at the University Hospital in Würzburg. Werner Heyde was head of the psychiatric department of the SS Death’s Head organisation and assessed concentration camp prisoners for hereditary health. From October 1939, he moved to the »T4 Centre«. There he made the final decision on the life and death of the patients. At the end of the Second World War, he was deployed in Denmark. In 1945, he was interned and heavily incriminated in the course of the Nuremberg Doctors‘ Trial. He managed to escape in 1947. He posed as Fritz Sawade, lived as a sports doctor in Flensburg and earned a lot of money as a court expert. Many in his professional circle knew who he really was and protected him. In 1959, his deception became public and he was charged with murder by Attorney General Fritz Bauer. After Werner Heyde took his own life on 13 February 1964, the case was dropped.
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Werner Heyde pod pseudonimem Fritz Sawade, około 1950 r. (po lewej) i 10 października 1945 r.
HHStAW, Best. 631a n. 6.
WERNER HEYDE (1902 – 1964)
Werner Heyde był planistą, ekspertem i dyrektorem medycznym »Centrum T4«. Pochodził z Łużyc i był synem fabrykanta sukna. Był dzieckiem-żołnierzem podczas pierwszej wojny światowej. Następnie studiował medycynę w Berlinie, Fryburgu, Marburgu, Rostocku i Würzburgu i został psychiatrą. Kierował Biurem Polityki Rasowej w Szpitalu Uniwersyteckim w Würzburgu. Werner Heyde był szefem wydziału psychiatrycznego organizacji SS Death’s Head i oceniał więźniów obozów koncentracyjnych pod kątem zdrowia dziedzicznego. Od października 1939 r. przeniósł się do »Centrum T4«. Podejmował tam ostateczne decyzje dotyczące życia i śmierci pacjentów. Pod koniec II wojny światowej został wysłany do Danii. W 1945 r. został internowany i oskarżony w procesie lekarzy w Norymberdze. Udało mu się uciec w 1947 roku. Podawał się za Fritza Sawade, mieszkał jako lekarz sportowy we Flensburgu i zarabiał dużo pieniędzy jako biegły sądowy. W 1959 r. jego oszustwo wyszło na jaw i został oskarżony o morderstwo przez prokuratora generalnego Fritza Bauera. Po tym, jak Werner Heyde odebrał sobie życie 13 lutego 1964 r., sprawa została umorzona.
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