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WILHELM SAUL (1906 – 1976) UND
MARIE WEGE (1901 – 1943)
Wilhelm Saul sen. und seine Frau Wilhelmine betrieben einen kleinen Hof in Scharnebeck, Im Fuchsloch 13, mit einigen Schweinen und Kühen und einer Scheune mit Getreide, Stroh und Heu. Das Leben auf dem Hof war geprägt von harter Arbeit und der Zugehörigkeit zu einer selbstständigen evangelischen Kirche (SELK). Es war eine Gemeinschaft, die unter sich blieb. Das Ehepaar hatte fünf Kinder: Marie, Minna, Wilhelm jun., Anna und Emma. Weil es keine Angestellten gab, mussten die Kinder früh mit anpacken.
Die Töchter arbeiteten nach Beendigung der Schule auf verschiedenen Höfen als Haushaltshilfen und lernten dort meist ihre späteren Ehemänner kennen. Minna heiratete 1930 den Landwirt Johannes Schmidt aus Stelle. Die jüngste Tochter Emma heiratete den Stellmacher Wilhelm Schlichting aus Südergellersen. Anna heiratete 1938 Hermann Tiedge. Die älteste Tochter Marie heiratete 1931 den sechs Jahre jüngeren Brunnenbauer Hans Wege. Maries Vater Wilhelm sen. erwarb für Marie und ihren Mann eine kleine Hofstelle in Brietlingen, wo die Familie Wege fortan lebte und arbeitete.
Maries Ehemann Hans Wege brachte eine voreheliche Tochter mit in die Ehe, es folgten drei weitere gemeinsame Kinder: Hans-Heinrich, Marianne und Hildegard. Am 8. April 1938 stellte Hans Wege bei der Gemeinde Brietlingen einen Antrag auf einmalige Kinderbeihilfe. Von diesem Moment an gerieten die Familien Wege und Saul in den Fokus der nationalsozialistischen »Eugenik«. Obwohl Marie zwischen August und Dezember 1928 Patientin der Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg gewesen war, bescheinigte das Gesundheitsamt, dass bezüglich des Antrags auf Gewährung einer einmaligen Kinderbeihilfe keine »schwerwiegenden gesundheitlichen Bedenken« bestehen.
Der Antrag auf Kinderbeihilfe blieb dennoch nicht folgenlos. Eine ein Jahr zuvor gestellte Sterilisationsanzeige über Wilhelm Saul jun. wurde nun zum Anlass, auch ihn ins Gesundheitsamt vorzuladen und zu überprüfen. Es wurde eine »Sippentafel« erstellt. Begleitet von seinem Vater, nahm Wilhelm jun. den Termin wahr. Trotz gegenläufiger Bemühungen wurde die Familie Saul in der Folgezeit als »erbkrank« eingestuft. Infolgedessen wurde Wilhelmine Saul das sogenannte »Ehrenkreuz der Deutschen Mutter« verwehrt und ein Erbgesundheitsgerichtsverfahren über die Unfruchtbarmachung von Wilhelm Saul jun. eingeleitet.
Fünf Jahre nach der Geburt ihrer jüngsten Tochter erkrankte Marie Wege erneut. Am 8. Februar 1943 wurde sie von einem Hausarzt aus Scharnebeck wegen »manisch-depressiven Irreseins« in die Lüneburger Anstalt eingewiesen. Sie war sehr unruhig, verweigerte das Essen. Ein Versuch, sie künstlich zu ernähren, misslang – sie kollabierte. Sie starb kaum zwei Wochen nach ihrer Einweisung am 19. Februar 1943. Als Todesursache wurde »Herzmuskelentzündung« angegeben. Obwohl Marie vor ihrem Tod nur wenige Tage Patientin der Lüneburger Anstalt gewesen war, bekam sie Besuch von ihren Eltern, ihrem Ehemann und anderen Verwandten. Der Klinik gelang es nicht, ihr Leben zu retten. Inwiefern sie ein Opfer mangelnder Versorgung ist, bleibt offen. Nach Maries Tod habe die Familie gesagt »Na, vielleicht ist da nachgeholfen worden«, berichtet Lisa Michaelis, die Nichte von Marie und Wilhelm Saul.
Weil Wilhelm jun. nicht in der Lage war, den elterlichen Hof zu übernehmen, wurde er 1946 an seine Schwester Anna überschrieben. Als Bruder erhielt er ein lebenslanges Wohnrecht, bekam freies Essen und Trinken sowie ein Taschengeld. Im Jahr 1958 bemühte sich Anna um eine Entschädigung und Wiedergutmachung für die erlittene Zwangssterilisation ihres Bruders. Sie erhielt dabei Unterstützung von einem Vetter. Sie reichten bei der Zivilkammer des Landgerichts Lüneburg Klage ein. Die Klage wurde am 19. September 1959 abgewiesen.
Zur Begründung heißt es: »Gemäß §189 Abs. 1 BEG waren Entschädigungsanträge bis zum 1.4.1958 bei der zuständigen Entschädigungsbehörde zu erstellen. Durch den erst am 17.4.1958 eingegangenen formlosen Antrag ist diese Frist nicht gewahrt. […] Aber auch sachlich würde ein Entschädigungsanspruch nicht zu begründen sein. Wie sich aus den beigezogenen Erbgesundheitsakten des Staatlichen Gesundheitsamtes Lüneburg ergibt, erfolgte die Sterilisation des Antragstellers […] wegen ›Schwachsinns mit aufgepfropfter Schizophrenie‹. Der Eingriff verlief regelgerecht. Irgendwelche Anhaltspunkte dafür, daß diese Maßnahme – wie es §1 BEG [Bundesentschädigungsgesetz] voraussetzt, aus Gründen der Gegnerschaft gegen den Nationalsozialismus, der Rasse, des Glaubens, oder der Weltanschauung gegen den Antragsteller gerichtet wurde, sind weder aus den beigezogenen Akten noch aus dem Vortrag des Antragstellers zu ersehen. Da die […] vorgenommene Sterilisation aufgrund des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses vom 14.7.1933 […] angeordnet wurde, muß vielmehr angenommen werden, daß hierfür eugenische Gründe maßgebend gewesen sind. Der Antrag war daher zurückzuweisen.«
Wilhelms Schwester Anna legte Rechtsmittel gegen den Ablehnungsbescheid ein und klagte. Eine Woche vor dem Verhandlungstermin am 12. Februar 1960 zogen sie und ihr Vetter »im Einvernehmen« mit Wilhelm Saul jun. die Klage zurück. Die Gründe sind bis heute unbekannt. Wilhelm Saul jun. lebte bis zwei Jahre vor seinem Tod mit seiner Schwester Anna und ihrer Familie auf dem elterlichen Hof. Ab 1973 übernahm seine Nichte Lisa die Pflegschaft für ihn. Er starb 1976 im Niedersächsischen Landeskrankenhaus Lüneburg. Erst in seinen letzten Lebensjahren, als die Familie allmählich mit seiner Pflege überfordert war, wurde Wilhelm Psychiatriepatient. Nach seinem Tod ließ ihn die Familie nach Scharnebeck überführen, sodass er daheim seine letzte Ruhe fand.
WILHELM SAUL UND MARIE WEGE
Wilhelm Saul und Marie sind Geschwister.
Sie haben noch drei weitere Geschwister.
Sie leben in Scharnebeck.
Sie haben einen Bauern-Hof.
Sie müssen hart arbeiten.
Die Schwestern heiraten.
Marie heiratet im Jahr 1931.
Sie heiratet Hans Wege.
Er baut Brunnen.
Der Vater von Marie kauft ihnen einen Bauern-Hof.
Der Bauern-Hof ist in Brietlingen.
Hans Wege hat schon eine Tochter.
Marie und Hans Wege bekommen drei gemeinsame Kinder.
Sie brauchen Geld für ihre Kinder.
Die Nazis sagen:
Nur gesunde Menschen sollen Kinder-Geld bekommen.
Marie und Hans haben Glück.
Sie bekommen Kinder-Geld.
Aber sie werden auch unter-sucht.
Genauso wie der Bruder von Marie – Wilhelm.
Der Arzt sagt:
Wilhelm ist schwach-sinnig.
Er muss un-fruchtbar gemacht werden.
Er darf keine Kinder bekommen.
Marie wird krank.
Sie isst nicht.
Sie schläft nicht.
Ihr Arzt entscheidet:
Marie muss in eine Anstalt.
In der Anstalt will sie nichts essen.
Sie will keine Hilfe.
Sie stirbt.
Das ist am 19. Februar 1943.
Ihr Bruder Wilhelm bleibt zu Hause wohnen.
Dann ist der Krieg aus.
Wilhelm sagt:
Ich bin ein Opfer der Nazis.
Sie haben mich gegen meinen Willen un-fruchtbar gemacht.
Dafür will ich jetzt Wieder-Gut-Machung.
Dafür will ich als Trost ein wenig Geld.
Aber das Gericht sagt:
Nein.
Die Operation war richtig.
Wilhelm soll niemals Kinder bekommen.
Wilhelm hat kein Recht auf Wieder-Gut-Machung.
Der Grund ist:
Sein Brief kommt 2 Wochen zu spät.
Die Zeit ist ab-gelaufen.
Wilhelm bekommt keine Wieder-Gut-Machung.
Das findet seine Familie falsch.
Sie beschweren sich.
Sie sagen:
Moment mal!
Die Nazis waren im Un-Recht.
Aber sie haben keinen Erfolg.
Wilhelm wird alt.
Das Zusammen-Leben ist immer schwieriger mit ihm.
Er kommt in die Anstalt.
Er stirbt im Jahr 1976.
Es ist eine Folge eines Unfalls.
Seine Familie holt seine Leiche nach Scharnebek.
Er wird dort begraben.
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WILHELM SAUL (1906 – 1976) AND
MARIE WEGE (1901 – 1943)
Wilhelm Saul Sr. and his wife Wilhelmine ran a small farm in Scharnebeck, Im Fuchsloch 13, with a few pigs and cows and a barn with grain, straw and hay. Life on the farm was characterized by hard work and membership of an independent Protestant church (SELK). It was a community that kept to itself. The couple had five children: Marie, Minna, Wilhelm Jr, Anna and Emma. As there were no employees, the children had to help out early on.
After finishing school, the daughters worked as domestic helpers on various farms, where they usually met their future husbands. Minna married the farmer Johannes Schmidt from Stelle in 1930. The youngest daughter Emma married the wheelwright Wilhelm Schlichting from Südergellersen. Anna married Hermann Tiedge in 1938. The eldest daughter Marie married Hans Wege, a well builder six years her junior, in 1931. Marie’s father Wilhelm Sr. bought a small farm in Brietlingen for Marie and her husband, where the Wege family lived and worked from then on.
Marie’s husband Hans Wege brought a premarital daughter into the marriage, and they had three more children together: Hans-Heinrich, Marianne and Hildegard. On April 8, 1938, Hans Wege applied to the Brietlingen municipality for a one-off child allowance. From this moment on, the Wege and Saul families became the focus of National Socialist »eugenics«. Although Marie had been a patient at the Lüneburg institution and nursing home between August and December 1928, the health authorities certified that there were no »serious health concerns« regarding the application for a one-off child allowance.
Nevertheless, the application for child benefit did not remain without consequences. A sterilization notice about Wilhelm Saul Jr. filed a year earlier was now used as an opportunity to summon him to the health department and examine him. A »clan table« was drawn up. Accompanied by his father, Wilhelm Jr. attended the appointment. Despite efforts to the contrary, the Saul family was subsequently classified as »hereditary«. As a result, Wilhelmine Saul was denied the so-called »Cross of Honour of the German Mother« and hereditary health court proceedings were initiated regarding the infertility of Wilhelm Saul Jr.
Five years after the birth of her youngest daughter, Marie Wege fell ill again. On February 8, 1943, she was admitted to the Lüneburg asylum by a family doctor from Scharnebeck for »manic-depressive insanity«. She was very restless and refused to eat. An attempt to feed her artificially failed – she collapsed. She died barely two weeks after her admission on February 19, 1943, with »myocarditis« given as the cause of death. Although Marie had only been a patient at the Lüneburg asylum for a few days before her death, she was visited by her parents, her husband and other relatives. The clinic was unable to save her life. The extent to which she was a victim of a lack of care remains unclear. After Marie’s death, the family said »Well, maybe they helped her along«, reports Lisa Michaelis, Marie and Wilhelm Saul’s niece.
As Wilhelm Jr. was not in a position to take over his parents‘ farm, it was transferred to his sister Anna in 1946. As a brother, he received a lifelong right of residence, free food and drink and pocket money. In 1958, Anna sought compensation and reparation for her brother’s forced sterilization. She received support from a cousin. They filed a lawsuit with the Civil Chamber of the Lüneburg Regional Court. The case was dismissed on September 19, 1959.
The reason given was: »According to §189 para. 1 BEG, applications for compensation had to be submitted to the competent compensation authority by April 1, 1958. The informal application received on April 17, 1958 did not meet this deadline. […] However, it would also not be possible to substantiate a claim for compensation. As can be seen from the hereditary health files of the Lüneburg State Health Office that were consulted, the sterilization of the applicant […] took place due to ›feeblemindedness with grafted schizophrenia‹. The procedure went according to plan. There are no indications whatsoever that this measure was directed against the applicant for reasons of opposition to National Socialism, race, faith or ideology, as required by Section 1 of the Federal Compensation Act [BEG], either from the files consulted or from the applicant’s submission. Since the […] sterilization carried out was ordered on the basis of the Law for the Prevention of Hereditarily Diseased Offspring of 14 July 1933 […], it must rather be assumed that eugenic reasons were decisive for this. The application was therefore to be rejected.«
Wilhelm’s sister Anna appealed against the rejection notice and filed a lawsuit. One week before the hearing date on February 12, 1960, she and her cousin withdrew their appeal »in agreement« with Wilhelm Saul Jr. The reasons are still unknown today. Wilhelm Saul Jr. lived on his parents‘ farm with his sister Anna and her family until two years before his death. From 1973, his niece Lisa took over care of him. He died in 1976 in the Lower Saxony State Hospital in Lüneburg. It was only in the last years of his life, when the family gradually became overwhelmed with his care, that Wilhelm became a psychiatric patient. After his death, the family had him transferred to Scharnebeck so that he could be laid to rest at home.
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WILHELM SAUL (1906 – 1976) I
MARIE WEGE (1901 – 1943)
Wilhelm Saul Sr. i jego żona Wilhelmine prowadzili małe gospodarstwo w Scharnebeck, Im Fuchsloch 13, z kilkoma świniami i krowami oraz stodołą ze zbożem, słomą i sianem. Życie na farmie charakteryzowało się ciężką pracą i członkostwem w niezależnym kościele protestanckim (SELK). Była to społeczność, która trzymała się razem. Para miała pięcioro dzieci: Marie, Minnę, Wilhelma Jr, Annę i Emmę. Ponieważ nie było pracowników, dzieci musiały wcześnie pomagać.
Po ukończeniu szkoły córki pracowały jako pomoce domowe w różnych gospodarstwach, gdzie zazwyczaj spotykały swoich przyszłych mężów. Minna wyszła za mąż za rolnika Johannesa Schmidta ze Stelle w 1930 roku. Najmłodsza córka Emma wyszła za mąż za kołodzieja Wilhelma Schlichtinga z Südergellersen. Anna poślubiła Hermanna Tiedge w 1938 roku. Najstarsza córka Marie poślubiła w 1931 r. Hansa Wege, młodszego o sześć lat budowniczego studni. Ojciec Marie, Wilhelm Senior, kupił dla niej i jej męża małe gospodarstwo w Brietlingen, gdzie rodzina Wege mieszkała i pracowała od tego czasu.
Mąż Marie, Hans Wege, wniósł do małżeństwa przedmałżeńską córkę i mieli razem jeszcze troje dzieci: Hansa-Heinricha, Marianne i Hildegardę. 8 kwietnia 1938 r. Hans Wege złożył w gminie Brietlingen wniosek o jednorazowy zasiłek rodzinny. Od tego momentu rodziny Wege i Saul znalazły się w centrum zainteresowania narodowosocjalistycznej »eugeniki«. Chociaż Marie była pacjentką sanatorium i domu opieki w Lüneburgu od sierpnia do grudnia 1928 r., władze sanitarne zaświadczyły, że nie ma »poważnych obaw zdrowotnych« dotyczących wniosku o jednorazowy zasiłek na dziecko.
Niemniej jednak wniosek o zasiłek rodzinny nie pozostał bez konsekwencji. Złożone rok wcześniej zawiadomienie o sterylizacji Wilhelma Saula Jr. zostało teraz wykorzystane jako okazja do wezwania go do wydziału zdrowia i zbadania go. Sporządzono »tabelę klanów«. Wilhelm Jr. stawił się na wizytę w towarzystwie ojca. Pomimo przeciwnych starań, rodzina Saulów została następnie sklasyfikowana jako »dziedziczna«. W rezultacie Wilhelmine Saul odmówiono przyznania tak zwanego »Krzyża Honorowego Niemieckiej Matki« i wszczęto postępowanie sądowe w sprawie bezpłodności Wilhelma Saula Jr.
Pięć lat po urodzeniu najmłodszej córki Marie Wege ponownie zachorowała. 8 lutego 1943 r. została przyjęta do przytułku w Lüneburgu przez lekarza rodzinnego z Scharnebeck z powodu »szaleństwa maniakalno-depresyjnego«. Była bardzo niespokojna i odmawiała jedzenia. Próba sztucznego karmienia jej nie powiodła się – upadła. Zmarła zaledwie dwa tygodnie po przyjęciu do szpitala, 19 lutego 1943 r., a jako przyczynę zgonu podano »zapalenie mięśnia sercowego«. Chociaż Marie była pacjentką przytułku w Lüneburgu zaledwie kilka dni przed śmiercią, odwiedzali ją rodzice, mąż i inni krewni. Klinika nie była w stanie uratować jej życia. Zakres, w jakim padła ofiarą braku opieki, pozostaje niejasny. Po śmierci Marie rodzina powiedziała: »Cóż, może jej pomogli«, relacjonuje Lisa Michaelis, siostrzenica Marie i Wilhelma Saulów.
Ponieważ Wilhelm Jr. nie był w stanie przejąć gospodarstwa rodziców, w 1946 r. zostało ono przekazane jego siostrze Annie. Jako brat otrzymał dożywotnie prawo pobytu, darmowe jedzenie i picie oraz kieszonkowe. W 1958 r. Anna wystąpiła o odszkodowanie i zadośćuczynienie za przymusową sterylizację brata. Otrzymała wsparcie od kuzyna. Złożyli pozew do Izby Cywilnej Sądu Okręgowego w Lüneburgu. Sprawa została oddalona 19 września 1959 roku.
Podany powód był następujący: »Zgodnie z § 189 ust. 1 BEG, wnioski o odszkodowanie należało składać do właściwego organu odszkodowawczego do dnia 1 kwietnia 1958 roku. Nieformalny wniosek otrzymany 17 kwietnia 1958 r. nie dotrzymał tego terminu. […] Jednakże nie byłoby również możliwe uzasadnienie roszczenia o odszkodowanie. Jak wynika z akt chorób dziedzicznych Państwowego Urzędu Zdrowia w Lüneburgu, z którymi się zapoznano, sterylizacja wnioskodawcy […] miała miejsce z powodu ›słabego umysłu z przeszczepioną schizofrenią‹. Procedura przebiegła zgodnie z planem. Nie ma żadnych przesłanek wskazujących na to, że środek ten był skierowany przeciwko skarżącej z powodu sprzeciwu wobec narodowego socjalizmu, rasy, wiary lub ideologii, jak wymaga tego § 1 federalnej ustawy odszkodowawczej [BEG], ani z akt, z którymi się zapoznano, ani z oświadczenia skarżącej. Ponieważ […] przeprowadzona sterylizacja została zarządzona na podstawie ustawy o zapobieganiu dziedzicznie choremu potomstwu z dnia 14 lipca 1933 r. […], należy raczej założyć, że decydujące znaczenie miały tu względy eugeniczne. W związku z tym wniosek należało odrzucić«.
Siostra Wilhelma, Anna, odwołała się od decyzji odmownej i złożyła pozew. Tydzień przed terminem rozprawy, 12 lutego 1960 r., ona i jej kuzyn wycofali swoje odwołanie »w porozumieniu« z Wilhelmem Saulem Jr. Powody do dziś nie są znane. Wilhelm Saul Jr. mieszkał na farmie rodziców ze swoją siostrą Anną i jej rodziną do dwóch lat przed śmiercią. Od 1973 r. opiekę nad nim przejęła jego siostrzenica Lisa. Zmarł w 1976 roku w Dolnosaksońskim Szpitalu Państwowym w Lüneburgu. Dopiero w ostatnich latach jego życia, kiedy rodzina stopniowo stawała się przytłoczona opieką nad nim, Wilhelm stał się pacjentem psychiatrycznym. Po jego śmierci rodzina przeniosła go do Scharnebeck, aby mógł spocząć w domu.
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