NFC zu 03-12-03-06

Holzstich »Weihnachtsfeier in einer Kinderabteilung eines Berliner Krankenhauses« nach einer Originalskizze von E. Hosang, 1900.
ArEGL 216.

Städtische Nervenklinik für Kinder und Jugendliche, Berlin-Wittenau, 1942.
Bibliothek & Sammlung Medical Humanities, Signatur: IGM-B-22041.
BERLIN-WITTENAU
1925 wurde in den ehemaligen Dalldorfer Anstalten die Städtische Nervenklinik für Kinder und Jugendliche Wiesengrund in Berlin-Wittenau eingerichtet. Sie war Zweigstelle der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik. Von 1942 bis 1945 wurde in Wiesengrund auf Station 3 eine »Kinderfachabteilung« gleichen Namens betrieben. Mindestens 175 Kinder und Jugendliche wurden dort aufgenommen und mindestens 81 von ihnen ermordet.
Ärztlicher Direktor der Nervenklinik für Kinder und Jugendliche war Ernst Hefter. Die Leitung der »Kinderfachabteilung« übernahmen die Ärztin Gertrud Reuter und der Arzt Gerhard Kujath. Es kam zu Menschenversuchen, zur Erprobung eines Tuberkulose-Impfstoffs, zu Fieber-Versuchen und zu Versuchen mit Luft im Gehirn. Der für die Impfstoffversuche verantwortliche Arzt Georg Bessau starb 1944 an Krebs. Die Versuche wurden danach ohne ihn weitergeführt.
Ernst Hefter wurde im Dezember 1945 verhaftet und starb im Zuchthaus Bautzen. Gerhard Kujath wurde Leiter der Kinder-Psychiatrie der Freien Universität Berlin. Gertrud Reuter arbeitete 1946 bis 1975 als Nervenärztin in Essen. Berthold Ostertag, der Kindergehirne entnahm und an ihnen forschte, übernahm 1945 eine Abteilungsleitung an der Universitätsklinik Tübingen und erhielt später das Bundesverdienstkreuz.
In den Häusern am heutigen Eichborndamm 238 – 240 gibt es inzwischen eine Gedenkstätte.
BERLIN-WITTENAU
In Berlin gibt es seit dem Jahr 1925 eine Anstalt
nur für Kinder und Jugendliche.
Die Anstalt ist in Berlin-Wittenau.
Im Jahr 1942 gibt es hier
eine Kinder-Fachabteilung.
Die Kinder-Fachabteilung heißt: Wiesengrund.
Es gibt hier 175 Kinder.
Die Nazis ermorden 81 Kinder.
In der Nazis-Zeit ist Ernst Hefter der Chef
von der Anstalt Wiesengrund.
Es gibt noch mehr Ärzte.
Sie machen auch Versuche mit den Kindern.
Sie machen Versuche mit Fieber.
Sie probieren ein Medikament an den Kindern aus.
Damit machen sie die Kinder erst krank.
Und dann bekommen die Kinder das Medikament.
Sie pusten auch Luft
in die Gehirne von den Kindern.
Sie quälen die Kinder.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kommt Ernst Hefter ins Gefängnis.
Er stirbt dort.
Die anderen Ärzte sind weiter erfolgreich.
Sie leiten eine Anstalt oder Abteilungen.
Ein Arzt bekommt sogar
das Bundesverdienstkreuz.
Das ist ein Preis
von der Bundesrepublik Deutschland.
Man bekommt den Preis,
wenn man wichtige Sachen für Deutschland macht.
Es ist schrecklich,
dass damals ein Mörder diesen Preis bekommt.
Eine Ärztin aus der Anstalt in Berlin arbeitet
bis zum Jahr 1975 als Ärztin.
Kein Arzt aus der Anstalt in Berlin bekommt
eine Strafe.
Sie sind alle Mörder,
aber sie müssen nicht ins Gefängnis.
Heute gibt es in den Häusern
von der Anstalt Wiesengrund eine Gedenkstätte.
Man erinnert hier an die ermordeten Kinder.
Auf diesem Bild ist ein Kinder-Krankenhaus
in Berlin im Jahr 1845.
Das andere Foto zeigt:
So sieht es 100 Jahre später
in dem Kinder-Krankenhaus aus.
Das Foto ist aus der Kinder-Fachabteilung
in Berlin Wiesengrund.
Es ist aus dem Jahr 1942.
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Wood engraving »Christmas party in a children’s ward of a Berlin hospital« based on an original sketch by E. Hosang, 1900.
ArEGL 216.

Municipal Psychiatric Clinic for Children and Adolescents, Berlin-Wittenau, 1942.
Library & Medical Humanities Collection, call number: IGM-B-22041.
BERLIN-WITTENAU
In 1925, the Wiesengrund Municipal Psychiatric Clinic for Children and Adolescents was established in Berlin-Wittenau in the former Dalldorf institutions. It was a branch of the Karl Bonhoeffer Psychiatric Clinic. From 1942 to 1945, a »children’s ward« of the same name was operated in Ward 3 at Wiesengrund. At least 175 children and adolescents were admitted there, and at least 81 of them were murdered.
Ernst Hefter was the medical director of the psychiatric clinic for children and adolescents. The »children’s ward« was headed by doctors Gertrud Reuter and Gerhard Kujath. Human experiments were conducted to test a tuberculosis vaccine, fever experiments and experiments with air in the brain. Georg Bessau, the doctor responsible for the vaccine trials, died of cancer in 1944. The experiments were continued without him.
Ernst Hefter was arrested in December 1945 and died in Bautzen prison. Gerhard Kujath became head of child psychiatry at the Free University of Berlin. Gertrud Reuter worked as a neurologist in Essen from 1946 to 1975. Berthold Ostertag, who removed children’s brains and conducted research on them, took over as head of a department at the University Hospital of Tübingen in 1945 and was later awarded the Federal Cross of Merit.
There is now a memorial in the buildings at what is now Eichborndamm 238–240.
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Drzeworyt »Święta Bożego Narodzenia na oddziale dziecięcym berlińskiego szpitala« według oryginalnego szkicu E. Hosanga, 1900 r.
ArEGL 216.

Miejska klinika neurologiczna dla dzieci i młodzieży, Berlin-Wittenau, 1942 r.
Biblioteka i zbiór Medical Humanities, sygnatura: IGM-B-22041.
BERLIN-WITTENAU
W 1925 roku w dawnych zakładach Dalldorfer Anstalten utworzono miejską klinikę neurologiczną dla dzieci i młodzieży Wiesengrund w Berlinie-Wittenau. Była to filia kliniki neurologicznej im. Karla Bonhoeffera. W latach 1942–1945 w Wiesengrund na oddziale 3 działał »oddział specjalistyczny dla dzieci« o tej samej nazwie. Przyjęto tam co najmniej 175 dzieci i młodzieży, a co najmniej 81 z nich zamordowano.
Dyrektorem medycznym kliniki neurologicznej dla dzieci i młodzieży był Ernst Hefter. Kierownictwo »oddziału dziecięcego« przejęli lekarz Gertrud Reuter i lekarz Gerhard Kujath. Przeprowadzano eksperymenty na ludziach, testując szczepionkę przeciwko gruźlicy, przeprowadzając eksperymenty z gorączką i eksperymenty z powietrzem w mózgu. Lekarz odpowiedzialny za testy szczepionki, Georg Bessau, zmarł w 1944 roku na raka. Eksperymenty były kontynuowane bez niego.
Ernst Hefter został aresztowany w grudniu 1945 roku i zmarł w więzieniu w Bautzen. Gerhard Kujath został kierownikiem oddziału psychiatrii dziecięcej Wolnego Uniwersytetu Berlińskiego. Gertrud Reuter pracowała w latach 1946–1975 jako neurolog w Essen. Berthold Ostertag, który pobierał mózgi dzieci i prowadził na nich badania, w 1945 roku objął kierownictwo oddziału w klinice uniwersyteckiej w Tybindze, a później otrzymał Federalny Krzyż Zasługi.
W budynkach przy dzisiejszej ulicy Eichborndamm 238–240 znajduje się obecnie miejsce pamięci.
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