NFC zu 03-12-03-30

Postkarte der Heil- und Pflegeanstalt Loben (Lubliniec), 1920.
ArEGL 99.
LOBEN | LUBLINIEC
Im Laufe des Jahres 1941 wurde in Loben (Lubliniec) eine »Kinderfachabteilung« eingerichtet, die erste auf dem Gebiet des besetzten Polens. Ernst Buchalik war der verantwortliche Ärztliche Direktor, die »Kinderfachabteilung« wurde von der Ärztin Elisabeth Hecker geleitet.
Die Kinder und Jugendlichen wurden in den Häusern A und B untergebracht. In Haus A wurden sie für Menschenversuche oder zur Ermordung ausgewählt. Wenn sie für die Tötung infrage kamen, wurden sie in Haus B verlegt, das sich außerhalb des Klinikgeländes befand. Die Kinder wurden mit Medikamenten vergiftet.
Die Leichen wurden geöffnet und von Hecker intensiv untersucht. Sie entnahm die Gehirne und übergab mehr als 200 an das Neurologische Forschungsinstitut der Universität Breslau. Dort verwendete sie der Neuropathologe Hans Joachim Scherer für seine Arbeiten. Professor Viktor von Weizsäcker leitete das Institut ab 1941 und gab später an, davon keine Kenntnis gehabt zu haben.
Insgesamt wurden in Loben etwa 293 Kinder und Jugendliche ermordet.
Hecker tauchte zunächst in Bayern unter und ging 1951 nach Niedermarsberg. Ab 1952 leitete sie die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Gütersloh. Ernst Buchalik tauchte in Greiz (Thüringen) unter. 1957 wurde er leitender Arzt in Niedermarsberg. Von Weizäcker ging als Professor an die Universitätsklinik Heidelberg. Die Ermittlungen gegen Hecker und Buchalik wurden 1974 eingestellt. Fünf Jahre später erhielt Hecker das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.
LOBEN | LUBLINIEC
In der Nazi-Zeit gibt es in Loben eine Anstalt.
Loben ist eine Stadt in Polen.
Ab dem Jahr 1941 gibt es in der Anstalt in Loben eine Kinder-Fachabteilung.
Es ist die erste Kinder-Fachabteilung in Polen.
Ernst Buchalik ist der Chef von der Anstalt.
Die Ärztin Elisabeth Hecker ist die Chefin
von der Kinder-Fachabteilung.
Sie entscheidet, welche Kinder ermordet man.
Und sie entscheidet,
welche Kinder benutzt man für die Forschungen.
Die einen Kinder kommen in Haus B.
Die anderen Kinder bleiben in Haus A.
In Haus B ermorden die Ärzte die Kinder.
Sie vergiften die Kinder mit Medikamenten.
Die Ärzte nehmen die Gehirne
von den toten Kindern raus.
Sie geben die Gehirne nach Breslau.
Dort untersucht man die Gehirne weiter.
Die Ärzte machen Hirn-Forschung .
In der Anstalt in Loben sterben
293 Kinder und Jugendliche.
Dann ist die Nazi-Zeit vorbei.
Die Ärzte verstecken sich.
Ab dem Jahr 1950 gehen sie nach Niedermarsberg.
Dort arbeiten sie als Chefs.
Ein Arzt geht nach Heidelberg
und wird dort Professor.
Im Jahr 1974 untersucht man die Morde in Loben nicht weiter.
Die Ärzte kommen vor kein Gericht.
Sie bekommen keine Strafe.
Die Ärztin Elisabeth Hecker bekommt im Jahr 1979 sogar das Bundesverdienstkreuz.
Das ist ein Preis
von der Bundesrepublik Deutschland.
Den Preis bekommen Menschen,
die etwas Wichtiges für Deutschland machen.
Es ist schrecklich,
dass Elisabeth Hecker den Preis bekommen hat.
Denn sie ist eine Mörderin.
Das ist eine Postkarte von der Anstalt in Loben
aus dem Jahr 1920.
Damals gehört die Anstalt zu Polen.
Darum hat sie einen polnischen Namen:
Lubliniec oder Lublinitz.
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Postcard of the Loben (Lubliniec) Institution and nursing home, 1920.
ArEGL 99.
LOBEN | LUBLINIEC
In the course of 1941, a »Children’s ward« was established in Loben (Lubliniec), the first in occupied Poland. Ernst Buchalik was the medical director in charge, and the »Children’s ward« was headed by the physician Elisabeth Hecker.
The children and adolescents were housed in buildings A and B. In building A, they were selected for human experimentation or murder. If they were considered suitable for killing, they were transferred to building B, which was located outside the clinic grounds. The children were poisoned with medication.
The corpses were opened and examined intensively by Hecker. She removed the brains and handed over more than 200 to the Neurological Research Institute at the University of Breslau. There, neuropathologist Hans Joachim Scherer used them for his work. Professor Viktor von Weizsäcker headed the institute from 1941 onwards and later claimed to have had no knowledge of this.
A total of around 293 children and young people were murdered in Loben.
Hecker initially went into hiding in Bavaria and moved to Niedermarsberg in 1951. From 1952 onwards, she headed the child and adolescent psychiatry department in Gütersloh. Ernst Buchalik went into hiding in Greiz (Thuringia). In 1957, he became senior physician in Niedermarsberg. Von Weizäcker became a professor at Heidelberg University Hospital. The investigations against Hecker and Buchalik were dropped in 1974. Five years later, Hecker was awarded the Federal Cross of Merit 1st Class.
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Pocztówka przedstawiająca sanatorium i dom opieki Loben (Lubliniec), 1920 r.
ArEGL 99.
LOBEN | LUBLINIEC
W 1941 roku w Lublińcu (Loben) utworzono »Dziecięcy Oddział Specjalny«, pierwszy w okupowanej Polsce. Kierownikiem medycznym był Ernst Buchalik, a kierowniczką »Dziecięcego Oddziału Specjalnego« była lekarka Elisabeth Hecker.
Dzieci i młodzież umieszczono w domach A i B. W domu A wybierano je do eksperymentów na ludziach lub do zabicia. Jeśli uznano je za kwalifikujące się do zabicia, przenoszono je do domu B, który znajdował się poza terenem szpitala. Dzieciom podawano leki.
Ciała zostały otwarte i dokładnie zbadane przez dr Hecker. Wyjęła mózgi i przekazała ponad 200 do Instytutu Badań Neurologicznych Uniwersytetu Wrocławskiego. Tam neuropatolog Hans Joachim Scherer wykorzystał je do swoich badań. Profesor Viktor von Weizsäcker kierował instytutem od 1941 roku i później twierdził, że nie miał o tym pojęcia.
Ogółem w Loben zamordowano około 293 dzieci i młodzieży.
Hecker początkowo ukrywała się w Bawarii, a następnie w 1951 roku przeniosła się do Niedermarsbergu. Od 1952 roku kierowała oddziałem psychiatrii dzieci i młodzieży w Gütersloh. Ernst Buchalik ukrywał się w Greiz w Turyngii. W 1957 roku został lekarzem naczelnym w Niedermarsbergu. Von Weizäcker objął stanowisko profesora w Szpitalu Uniwersyteckim w Heidelbergu. Śledztwo przeciwko Hecker i Buchalik zostało umorzone w 1974 roku. Pięć lat później Hecker otrzymała Federalny Krzyż Zasługi I Klasy.
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