NFC zu 03-38-00-03

Haus 13 und Haus 15 (im Hintergrund). Fotoalbum der Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg, etwa 1950.
ArEGL 109.
LÜNEBURG
Während des Krieges nahm die Zahl ausländischer Erkrankter in der Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg zu. Bereits 1943 wurden »Ostarbeiter-Abteilungen« geschaffen. In Haus 15 waren die Männer, in Haus 16 die Frauen untergebracht. Ab 1944 wurden vermehrt auch an Tuberkulose erkrankte Zwangsarbeiter*innen aufgenommen.
Ab September 1944 war Lüneburg zentrale »Ausländersammelstelle« für Bremen und Niedersachsen. Es wurden hier aber auch erkrankte Zwangsarbeiter*innen aus Schleswig-Holstein und Hamburg untergebracht.
Bis August 1945 wurden in Lüneburg weit mehr als 300 Erkrankte aus mindestens 23 Ländern aufgenommen. Jeder Zehnte war Kriegsflüchtling. Die meisten kamen aus Russland, aus der Ukraine und Polen. Sie waren zur Zwangsarbeit verschleppt worden. Aber auch Geflüchtete aus Belgien und den Niederlanden wurden in Lüneburg untergebracht. Bis 1950 starben 143 ausländische Erkrankte infolge von Mangelernährung und fehlender Behandlung.
Die »Ausländersammelstelle« Lüneburg war für die erkrankten, nicht mehr arbeitsfähigen Zwangsarbeiterinnen nicht nur Endstation, sondern auch Zwischenstation. Am 11. Juni 1944 wurden zehn, am 20. November 1944 mindestens 28 und am 20. Dezember 1944 mindestens 67 Zwangsarbeiterinnen an einen unbekannten Ort verlegt. Es ist davon auszugehen, dass sie in dem von Deutschen besetzten Teil Polens ermordet wurden.
LÜNEBURG
In der Anstalt in Lüneburg gibt es viele Kranke.
Aus dem Aus-Land.
1943 gibt es besondere Stationen.
Haus 15 ist für Zwangs-Arbeiter.
Haus 16 ist für Zwangs-Arbeiterinnen.
Ab September 1944 gibt es eine Ausländer-Sammel-Stelle.
Für kranke Zwangs-Arbeiter.
Aus Bremen.
Aus Niedersachsen.
Aus Hamburg.
Aus Schleswig-Holstein.
Es gibt über 300 Kranke.
Aus 23 Ländern.
1 von 10 ist Flüchtling.
Aus Belgien.
Aus Holland.
9 von 10 sind Zwangs-Arbeiter.
Viele sind aus Polen.
Und aus Russland.
Bis August 1945 sterben über 100.
Sie sterben an Hunger.
Sie sterben an fehlender Behandlung.
Viele werden verlegt.
An einen nicht bekannten Ort.
Vermutlich im besetzten Polen.
Dort werden sie ermordet.
Es sind über 100.
Auf dem Foto ist Haus 15.
Es ist das Haus hinten.
Das Foto ist von 1950.
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House 13 and House 15 (in the background). Photo album of the Lüneburg Institution and Nursing Home, circa 1950.
ArEGL 109.
LÜNEBURG
During the war, the number of foreign patients at the Lüneburg sanatorium and nursing home increased. As early as 1943, »Eastern labourer wards« were created. The men were housed in building 15 and the women in building 16. From 1944 onwards, an increasing number of forced labourers suffering from tuberculosis were also admitted.
From September 1944 onwards, Lüneburg was the central »collection point for foreigners« for Bremen and Lower Saxony. However, sick forced labourers from Schleswig-Holstein and Hamburg were also housed here.
By August 1945, well over 300 sick people from at least 23 countries had been admitted to Lüneburg. One in ten was a war refugee. Most came from Russia, Ukraine and Poland. They had been deported for forced labour. But refugees from Belgium and the Netherlands were also housed in Lüneburg. By 1950, 143 foreign patients had died as a result of malnutrition and lack of treatment.
The Lüneburg »foreigners‘ collection centre« was not only the final destination for sick forced labourers who were no longer able to work, but also a stopover. On 11 June 1944, ten female forced labourers were transferred to an unknown location, followed by at least 28 on 20 November 1944 and at least 67 on 20 December 1944. It can be assumed that they were murdered in the German-occupied part of Poland.
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Dom 13 i dom 15 (w tle). Album zdjęć szpitala psychiatrycznego w Lüneburgu, ok. 1950 r.
ArEGL 109.
LÜNEBURG
Während des Krieges nahm die Zahl ausländischer Erkrankter in der Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg zu. Bereits 1943 wurden »Ostarbeiter-Abteilungen« geschaffen. In Haus 15 waren die Männer, in Haus 16 die Frauen untergebracht. Ab 1944 wurden vermehrt auch an Tuberkulose erkrankte Zwangsarbeiter*innen aufgenommen.
Od września 1944 r. Lüneburg był centralnym »ośrodkiem zbiorczym dla cudzoziemców« dla Bremy i Dolnej Saksonii. Umieszczano tu również chorych robotników przymusowych ze Szlezwiku-Holsztynu i Hamburga.
Do sierpnia 1945 r. w Lüneburgu przyjęto ponad 300 chorych z co najmniej 23 krajów. Co dziesiąty z nich był uchodźcą wojennym. Większość pochodziła z Rosji, Ukrainy i Polski. Zostali oni wywiezieni do pracy przymusowej. Jednak w Lüneburgu zakwaterowano również uchodźców z Belgii i Holandii. Do 1950 r. 143 zagranicznych chorych zmarło z powodu niedożywienia i braku leczenia.
»Ośrodek zbiorczy dla cudzoziemców« w Lüneburgu był dla chorych, niezdolnych do pracy robotnic przymusowych nie tylko końcową stacją, ale także przystankiem pośrednim. 11 czerwca 1944 r. dziesięć, 20 listopada 1944 r. co najmniej 28, a 20 grudnia 1944 r. co najmniej 67 robotnic przymusowych zostało przeniesionych w nieznane miejsce. Można przypuszczać, że zostały zamordowane w okupowanej przez Niemców części Polski.
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