
Postkarte, Heil- und Pflegeanstalt Schleswig (Stadtfeld), vor 1930.
Ar EGL 99.
SCHLESWIG-STADTFELD
In Schleswig gab es zwei Anstalten: eine für Erwachsene in Schleswig-Stadtfeld und eine Kinder- und Jugendeinrichtung in Schleswig-Hesterberg. 1941 wurde Stadtfeld Standort einer »Kinderfachabteilung« und übernahm ab Februar 1942 Kinder und Jugendliche aus der »Kinderfachabteilung« Hesterberg. Die ärztliche Leiterin der Abteilung, Erna Pauselius, begleitete sie.
Ärztlicher Direktor der Heil- und Pflegeanstalt Schleswig-Stadtfeld war Carl Grabow. Er blieb es bis 1951 und starb 1965. Nach dem Weggang von Erna Pauselius im April 1942 übernahm Johannes Krey bis Ende 1942 übergangsweise die Leitung der »Kinderfachabteilung«. Ab 1943 übergab er sie an Hans Burkhardt, der dort bis 1969 tätig blieb.
Insgesamt starben in den »Kinderfachabteilungen« Schleswig-Hesterberg und Schleswig-Stadtfeld mindestens 216 Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre.
Sämtliche Ermittlungsverfahren gegen die am Mord Beteiligten wurden eingestellt. Johannes Krey machte sich mit einer Praxis in Neumünster selbstständig.
SCHLESWIG-STADTFELD
Es gibt 2 Anstalten in Schleswig:
Die Anstalt für Erwachsene heißt: Stadtfeld
Die Anstalt für Kinder heißt: Hesterberg.
Im Jahr 1941 gibt es eine Kinder-Fachabteilung
in Stadtfeld.
Darum kommen die Kinder aus Hesterberg
nach Stadtfeld.
Carl Grabow ist der Chef von der Anstalt Stadtfeld.
Die Ärztin Erna Pauselius ist die Chefin
von der Kinder-Fachabteilung.
Sie ist Chefin bis zum Jahr 1942.
Ab dem Jahr 1943 ist Hans Burkhardt der Chef von der Kinder-Fachabteilung Stadtfeld.
Über 200 Kinder sterben in
den Anstalten Stadtfeld und Hesterberg.
Dann ist der Zweite Weltkrieg vorbei.
Alle können weiter als Ärzte arbeiten.
Die Mörder bekommen keine Strafe.
Das ist eine Postkarte von der Anstalt Stadtfeld aus dem Jahr 1930.
Im Jahr 1930 gibt es
noch keine Kinder-Fachabteilung.