Es ist ein schwarz-weißes Foto. Ein dreistöckiges, längliches Gebäude ist zu sehen. In der hellen Fassade befinden sich viele hohe Sprossenfenster. Vor dem Gebäude stehen einige Bäume. Ein heller Zaun scheint das Gebäude und die Bäume zu umgeben. Auf der anderen Seite des Zauns und damit im Vordergrund des Bildes befinden sich Büsche und eine Art Naturwiese.

Postkarte der Heil- und Pflegeanstalt Schleswig (Stadtfeld), vor 1930.

ArEGL 99.

SCHLESWIG-STADTFELD

Ärztlicher Direktor der Heil- und Pflegeanstalt Schleswig-Stadtfeld war Carl Grabow. Er blieb es bis 1951 und starb 1965.

1941 wurde die Heil- und Pflegeanstalt Stadtfeld Standort einer »Kinderfachabteilung« und übernahm ab Februar 1942 Kinder und Jugendliche aus der »Kinderfachabteilung« der Heil- und Pflegeanstalt Hesterberg.

Mit Kriegsbeginn wurde ein Lazarett eingerichtet. Noch enger wurde der Raum, als 1944 Teile der Kieler Universitätskliniken in Stadtfeld einzogen. Um Platz zu schaffen, wurden mehr als 700 Erkrankte aus Schleswig in die Tötungsanstalt Meseritz-Obrawalde verlegt. Nur 65 von ihnen überlebten.

Zeitgleich bestimmte das Reichsinnenministerium, dass in Stadtfeld eine »Ausländersammelstelle« eingerichtet werden sollte. In den darauffolgenden Monaten wurden zahlreiche ausländische Erkrankte aus Hamburg-Langenhorn und anderen Anstalten nach Stadtfeld verlegt.

Die Zwangsarbeiter*innen blieben jedoch nicht lange dort. Bereits im September 1944 verließ ein erster Transport mit 27 ausländischen Erkrankten Stadtfeld. Das Ziel ist nicht bekannt. Ein zweiter Transport folgte im November 1944. 20 Männer und 28 Frauen wurden in die »Ausländersammelstelle« Lüneburg verlegt.

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