NFC zu 03-05-03-03

Tötungsanstalt Schloss Hartheim, etwa Herbst 1940.
Fotograf Karl Schuhmann.
Copyright: Dokumentationsstelle Hartheim.
HARTHEIM
Die Tötungsanstalt Hartheim befand sich in einem ehemaligen Schloss in Alkoven bei Linz in Österreich. Das Morden begann im Mai 1940 und endete erst im Dezember 1944. Die Gaskammer befand sich im Erdgeschoss des Schlosses, die Beschäftigten der »Aktion T4« wohnten in den Stockwerken darüber. Um die todgeweihten Erkrankten nicht sehen zu müssen, wurde im Schlosshof ein Bretterzaun aufgestellt, der die Sicht versperrte. In Hartheim wurde genau erfasst, wie viele Erkrankte ermordet wurden und wieviel Geld dadurch eingespart wurde. Diese »Hartheimer Statistik« war Grundlage für spätere Gerichtsprozesse. In Hartheim wurden im Rahmen der »Aktion T4« mehr als 18.000 Erkrankte ermordet. Sie kamen aus dem angegliederten Österreich und Bayern. Nach Beendigung der »Aktion T4« am 24. August 1941 wurde Hartheim weiter als Tötungsstätte genutzt, ab dann für nicht arbeitsfähige Konzentrationslagerhäftlinge. Diese Aktion hatte die Bezeichnung »14f13« und dauerte bis Dezember 1944. In Hartheim wurden etwa 12.000 Lagerhäftlinge mit Gas getötet. Außerdem war hier die Verwaltung der sogenannten »Ausländersammelstellen« untergebracht. Nach dem Ende des Mordens wurde das Schloss in wenigen Wochen in den Zustand von 1939 zurückversetzt. In der Nachkriegszeit diente es als Flüchtlingsunterkunft. Heute befindet sich dort eine Gedenkstätte.
HARTHEIM
Das ist ein Foto von Schloss Hartheim.
Es ist in der Nähe von Linz.
Das ist eine Stadt in Österreich.
In der Nazi-Zeit gehört Österreich
zu Deutschland.
Schloss Hartheim ist ab Mai 1940
eine Tötungs-Anstalt von den Nazis.
Die Nazis ermorden dort über 18 000 Kranke
in einer Gas-Kammer.
Die Gas-Kammer ist im Erdgeschoss
vom Schloss.
Die Mitarbeiter von der Aktion T4 wohnen
über der Gas-Kammer.
Es gibt einen hohen Holz-Zaun
im Hof vom Schloss.
So müssen die Mitarbeiter die Kranken
nicht sehen.
Nach dem Ende von der Aktion T4
geht das Morden weiter.
Schloss Hartheim bleibt eine Tötungs-Anstalt.
Bis zum Jahr 1944 ermorden die Nazis hier
12 000 Häftlinge.
Die Häftlinge kommen
aus Konzentrations-Lagern.
Sie werden ermordet,
weil sie nicht mehr arbeiten können.
In Schloss Hartheim gibt es auch ein Amt.
Das Amt ist zuständig
für den Mord an ausländischen Kranken.
In Hartheim zählen die Ärzte jeden Toten.
Die Ärzte rechnen aus:
Wieviel Geld spart der Staat
durch die Morde an den Kranken?
Denn der Staat muss dann kein Pflege-Geld mehr für die Kranken bezahlen.
Die Zahl von den Toten ist nach der Nazi-Zeit wichtig für die Gerichte.
Die Gerichte wissen dann:
Wie viele Menschen haben die Nazis
wirklich ermordet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wohnen Flüchtlinge im Schloss Hartheim.
Lange weiß keiner:
Hier hat man über 30 000 Menschen ermordet.
Heute ist Schloss Hartheim eine Gedenkstätte.
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Hartheim killing centre, around autumn 1940.
Photographer Karl Schuhmann.
Copyright: Hartheim Documentation Centre.
HARTHEIM
The Hartheim killing centre was located in a former castle in Alkoven near Linz in Austria. The killings began in May 1940 and did not end until December 1944. The gas chamber was located on the ground floor of the castle, while the employees of »Aktion T4« lived on the floors above. To avoid having to see the terminally ill patients, a wooden fence was erected in the castle courtyard to block the view. In Hartheim, precise records were kept of how many sick people were murdered and how much money was saved as a result. These »Hartheim statistics« formed the basis for later court proceedings. More than 18,000 sick people were murdered in Hartheim as part of »Aktion T4«. They came from annexed Austria and Bavaria. After the end of »Aktion T4« on 24 August 1941, Hartheim continued to be used as a killing centre, from then on for concentration camp prisoners who were unable to work. This action was called »14f13« and lasted until December 1944. Around 12,000 camp prisoners were killed with gas in Hartheim. It also housed the administration of the so-called »foreigners‘ collection points«. After the killings ended, the castle was restored to its 1939 condition within a few weeks. In the post-war period, it served as refugee accommodation. Today, it is a memorial site.
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Ośrodek zagłady Hartheim, około jesieni 1940 r.
Fotograf Karl Schuhmann.
Copyright: Hartheim Documentation Centre.
HARTHEIM
Ośrodek zagłady Hartheim mieścił się w dawnym zamku w Alkoven koło Linzu w Austrii. Zabójstwa rozpoczęły się w maju 1940 r. i trwały do grudnia 1944 r. Komora gazowa znajdowała się na parterze zamku, a pracownicy „Aktion T4” mieszkali na wyższych piętrach. Aby uniknąć widoku nieuleczalnie chorych pacjentów, na dziedzińcu zamku wzniesiono drewniane ogrodzenie zasłaniające widok. W Hartheim prowadzono dokładną ewidencję liczby zamordowanych chorych i zaoszczędzonych w ten sposób pieniędzy. Te „statystyki Hartheim” stanowiły podstawę późniejszych postępowań sądowych. W ramach „Aktion T4” w Hartheim zamordowano ponad 18 000 chorych. Pochodzili oni z anektowanej Austrii i Bawarii. Po zakończeniu akcji „Aktion T4” 24 sierpnia 1941 r. Hartheim nadal służyło jako ośrodek zabijania, od tego momentu dla więźniów obozów koncentracyjnych, którzy nie byli zdolni do pracy. Akcja ta nosiła nazwę „14f13” i trwała do grudnia 1944 r. W Hartheim zamordowano gazem około 12 000 więźniów obozów. Mieściła się tu również administracja tzw. „punktów zbiorczych dla cudzoziemców”. Po zakończeniu mordów zamek został w ciągu kilku tygodni przywrócony do stanu z 1939 roku. W okresie powojennym służył jako miejsce zakwaterowania dla uchodźców. Obecnie jest to miejsce pamięci.
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