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KATHARINA (1882 – 1944) UND KARL MÄHLMANN (1899 – 1944)
Karl Mählmann wurde am 20. Januar 1899 in Wester-Jork im Landkreis Stade geboren. Seine Mutter Katharina sowie ihre zwei Brüder Johann und Heinrich Mählmann erkrankten und wurden Patient*innen der Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg. Johann und Heinrich starben in den Jahren 1934 und 1937. Karl, ihr Neffe, war zu diesem Zeitpunkt bereits ebenfalls Patient der Lüneburger Anstalt. Er wurde 1932 aufgenommen.
Fünf Tage nach der Aufnahme seiner Mutter Katharina wurde Karl Mählmann am 8. September 1943 nach Pfafferode verlegt. Aus einem durchgestrichenen Eintrag ist zweifelsfrei erkennbar, dass er bereits zwei Jahre zuvor in die Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein hätte verlegt werden sollen.
Seine Rückstellung kann damit zusammenhängen, dass er im Ersten Weltkrieg gedient hatte und versehrt war. Zwei Jahre später, 1943, spielten die Kriegsteilnahme und etwaige Folgen offensichtlich keine Rolle mehr. Am 8. September 1943 wurde er in die Tötungsanstalt Pfafferode verlegt. Er starb dort am 5. Januar 1944.
KATHARINA UND KARL MÄHLMANN
Karl Mählmann ist am 20. Januar 1899 geboren.
Seine Mutter heißt Katharina.
Sie hatte zwei Brüder.
Die heißen Johann und Heinrich.
Katharina und ihre Brüder werden krank.
Sie werden Patienten in der Anstalt.
Johann und Heinrich sterben in der Anstalt.
Das passiert in den Jahren 1934 und 1937.
Auch Karl wird Patient in der Anstalt.
Das passiert 1932.
Er ist in der Anstalt als seine beiden Onkel sterben.
Auch die Mutter von Karl wird Patientin.
Sie kommt auch in die Anstalt.
Das ist im Jahr 1943.
Fünf Tage später wird er verlegt.
Er kommt in eine andere Anstalt.
Er kommt nach Pfafferode.
Zwei Jahre vorher sollte er schon weg.
Da sollte er in eine Tötungs-Anstalt.
Er wird zurück-gestellt.
Er darf noch zwei Jahre länger in der Anstalt bleiben.
Er wird nicht ermordet.
Das ist 1943 anders.
Karl bleibt erst einmal in der Lüneburger Anstalt.
Weil er Soldat war im Ersten Welt-Krieg.
Weil er dort verwundet wurde.
Er ist ein Kriegs-Held.
1943 ist das egal.
Jetzt wird er doch verlegt.
Er kommt am 8. September 1944 in Pfafferode an.
Nach seiner Ankunft wird er ermordet.
Er stirbt am 5. Januar 1944.
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KATHARINA (1882 – 1944) aND KARL MÄHLMANN (1899 – 1944)
Karl Mählmann was born on 20 January 1899 in Wester-Jork in the district of Stade. His mother Katharina and her two brothers Johann and Heinrich Mählmann fell ill and became patients at the Lüneburg mental hospital. Johann and Heinrich died in 1934 and 1937. Karl, their nephew, was already a patient at the Lüneburg institution at that time. He had been admitted in 1932.
Five days after his mother Katharina was admitted, Karl Mählmann was transferred to Pfafferode on 8 September 1943. A crossed-out entry clearly shows that he should have been transferred to the Pirna-Sonnenstein killing centre two years earlier.
His deferment may have been related to the fact that he had served in the First World War and was disabled. Two years later, in 1943, his participation in the war and any consequences thereof were obviously no longer relevant. On 8 September 1943, he was transferred to the Pfafferode killing centre. He died there on 5 January 1944.
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KATHARINA (1882 – 1944) i KARL MÄHLMANN (1899 – 1944)
Karl Mählmann urodził się 20 stycznia 1899 roku w Wester-Jork w powiecie Stade. Jego matka Katharina oraz jej dwaj bracia Johann i Heinrich Mählmann zachorowali i zostali pacjentami szpitala psychiatrycznego w Lüneburgu. Johann i Heinrich zmarli w latach 1934 i 1937. Karl, ich bratanek, był w tym czasie również pacjentem zakładu w Lüneburgu. Został przyjęty w 1932 roku.
Pięć dni po przyjęciu jego matki Kathariny, Karl Mählmann został przeniesiony 8 września 1943 r. do Pfafferode. Z przekreślonego wpisu wynika bez wątpienia, że już dwa lata wcześniej powinien był zostać przeniesiony do ośrodka eutanazji Pirna-Sonnenstein.
Jego odroczenie mogło wynikać z faktu, że służył podczas I wojny światowej i był ranny. Dwa lata później, w 1943 r., udział w wojnie i ewentualne konsekwencje najwyraźniej nie miały już znaczenia. 8 września 1943 r. został przeniesiony do ośrodka zagłady w Pfafferode. Zmarł tam 5 stycznia 1944 r.
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