HEILEN UND FORDERN

Ab 1840 wuchs die Kritik an der Unterbringung von Erkrankten in Verwahr- und Zuchthäusern. Es setzte sich allmählich die Vorstellung durch, dass »Wahn-« und »Irrsinn« als Erkrankungen des Gehirns heilbar sind. Ab den 1890er-Jahren wurden Heil- und Pflegeanstalten geplant und gegründet, in denen Erkrankte erstmals Freiheiten genossen und Erkrankungen geheilt wurden. Die Anstalten wurden im Pavillon-Stil errichtet und versorgten sich durch Eigenbetriebe weitgehend selbst.

HEILEN UND FORDERN

Früher hat man Kranke
ins Gefängnis gesperrt.
Aber Gefängnisse sind keine guten Orte
für Kranke.
Denn dort gibt es keine Behandlung .
Darum bleiben die Kranken krank.

Ab dem Jahr 1840 denken
die Menschen anders über Kranke:
Auch Menschen mit seelischen und geistigen Krankheiten können gesund werden.
Dafür braucht man neue Krankenhäuser.
Dort sollen sich die Kranken erholen
und gesund werden.

Diese neuen Anstalten sind keine Gefängnisse.
Es sind schöne Häuser in einem Park.
Es gibt Werkstätten und Gärten
zum Arbeiten.
Die Kranken können hier gut leben und vielleicht gesund werden.