MORD AN POLNISCHEN ERKRANKTEN

Mit dem Einmarsch der deutschen Truppen in Polen begannen die Massenmorde an Tausenden polnischen Erkrankten aus Heil- und Pflegeanstalten, Pflegeheimen und polnischen Krankenhäusern. Es gab Erschießungen und die Tötung mit Gas. Zunächst wurden überwiegend einheimische Erkrankte ermordet. Dann wurden auch Erkrankte aus dem Deutschen Reich in Anstalten des besetzten Polens verlegt, um sie dort mit Medikamenten und durch Nahrungsmangel zu töten. Insgesamt wurden mehr als 26.000 Erkrankte im besetzten Polen umgebracht.

Diese Karte des heutigen Polens zeigt psychiatrische Einrichtungen und Krankenhäuser, deren Erkrankte ermordet wurden. Tiegenhof, Loben, Konradstein und Meseritz-Obrawalde wurden Tötungsanstalten.

Es ist ein schwarz-weißes Foto. Es ist ein Standbild aus einem Film. Es zeigt einen Exerzierplatz mit Artillerie, die von deutschen Soltanten bedient wird. Im Hintergrund sind die Gebäude der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Treskau-Owińsk zu erkennen.

Standbild, Film, SS-Unterführerschule, Treskau, Posen (Owińska, Polen), 1943. 19:12 Minuten.

Filmer: unbekannt. PVT. Snafu.

Viele ehemalige polnische Heil- und Pflegeanstalten, Pflegeheime und Krankenhäuser wurden als SS-Kasernen, als Lazarett für Verwundete oder als Fürsorgeheime für Deutsche weitergenutzt. Sie dienten auch als Durchgangslager für psychisch erkrankte Umsiedler und/oder wurden Tötungsanstalten, in denen Erkrankte aus dem Deutschen Reich ermordet wurden.

Ein Film zeigt die Umnutzung der Heil- und Pflegeanstalt Treskau-Owińsk, nachdem die Erkrankten ermordet worden waren.

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