Im Mustergau »Wartheland« wurde der Krankenmord von der Abteilung für »Gesundheitswesen und Leibesübungen« der Gauselbstverwaltung geplant. Innerhalb der Gauverwaltung wurden eine »Zentralstelle für Krankentransporte« und ein Sonderstandesamt geschaffen, um die Morde umzusetzen und zu beurkunden. In dem Gebiet, für das er zuständig war, schuf Stadthalter und Gauleiter Arthur Greiser eine Struktur zur Ermordung von mehr als 6.000 Erkrankten. Diese Struktur wurde 1940 auf die »Aktion T4« übertragen. Auch die Mordtechniken wurden im »Wartheland« entwickelt und getestet, insbesondere verschiedene Verfahren der Tötung mit Gas.
In Polen gibt es ein Gebiet das heißt:
Wartheland.
Die Nazis besetzen das Gebiet und
bestimmen hier alles.
In Wartheland testen die Nazis
den Kranken-Mord.
Die Nazis schaffen ein Amt für Gesundheit.
Im Gesundheits-Amt gibt es
eine extra Abteilung.
Sie ist nur für Verlegungen von Kranken zuständig.
Es sind Verlegungen in den Kranken-Mord.
Denn man bringt die Kranken
in ein extra Krankenhaus.
Dort werden sie ermordet.
Es gibt auch ein extra Standesamt.
Da werden die Tode
von den Kranken bescheinigt.
Das alles ist Vorbild für den Kranken-Mord
in Deutschland.
In Deutschland heißt der Kranken-Mord:
Aktion T4.
T4 steht für die Adresse:
Tiergartenstraße 4 in Berlin.
Hier hat man den Kranken-Mord
in Deutschland geplant.
Das ist ein Foto von Arthur Greiser
aus dem Jahr 1939.
Er ist der Chef von Wartheland.
Er hat die ersten Ideen für den Kranken-Mord.