Es ist ein schwarz-weißes Foto. Es ist ein Panoramablick von einem Hügel auf ein darunterliegendes Tal. Im Tal sind Siedlungen. Dahinter liegt ein Hügel mit hohem Turm im dichten Wald.

Postkarte, Luftbild von Niedermarsberg, 20.6.1917. Rechts im Bild ist das St. Johannis-Stift zu erkennen, in dem 1940 die »Kinderfachabteilung« eingerichtet wurde.

Es ist ein schwarz-weißes Foto. An die Ränder des Bildes sind handschriftliche Notizen eingetragen. Zu sehen ist eine große Gruppe Menschen ordentlich zum Foto aufgestellt. Die Männer und Jungen tragen unterschiedliche Anzüge mit Uniformmützen. Die Frauen tragen Flechtfrisuren und Kittel über den Kleidern.

Gruppenfoto vor dem St. Johannis-Stift, 1916.

ArEGL 99.

NIEDERMARSBERG

In Niedermarsberg wurde 1940 eine »Kinderfachabteilung« im St. Johannes-Stift eingerichtet, einem ehemaligen Kapuzinerkloster. In den folgenden Monaten wurden dort mindestens 36 Kinder und Jugendliche ermordet. Ärztlicher Direktor war Theodor Steinmeyer, die »Kinderfachabteilung« unterstand dem Arzt Werner Sengenhoff.

Wegen Unruhe in der Bevölkerung wurde die »Kinderfachabteilung« im November 1941 geschlossen. Die verbliebenen Kinder und Jugendlichen wurden in die Heil- und Pflegeanstalt Dortmund-Aplerbeck verlegt. Danach wurde das Stiftsgebäude als Lazarett genutzt, wie bereits im Ersten Weltkrieg.

Auch noch lange nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in der Kinderklinik Niedermarsberg erhebliche Defizite in Hinblick auf Betreuung und Pädagogik.

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