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NACH DENKEN
Die Verbrechen in der Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg hörten mit Kriegsende nicht auf. Bis in die 1970er-Jahre wurden Erkrankte entwertet und menschenunwürdig behandelt. Die Verantwortlichen wurden kaum zur Rechenschaft gezogen. Überlebende und Angehörige der Opfer wurden nicht in die Aufarbeitung der Verbrechen einbezogen. Bis heute gibt es Entrechtung und Gewalt gegen Menschen mit Beeinträchtigungen und psychischer Erkrankung. Aber es gibt auch Beispiele für Vielfalt und Teilhabe als wertvollen Beitrag zum guten Leben.
NACHDENKEN
In der Nazi-Zeit und im Zweiten Krieg passieren Verbrechen in der Anstalt in Lüneburg.
Dann ist die Nazi-Zeit vorbei.
Die Nazis sind nicht mehr an der Macht.
Aber die Verbrechen gehen weiter.
Kranke sind nichts wert.
Man behandelt die Kranken schlecht.
Das ist etwa bis zum Jahr 1979 so.
Nach dem Zweiten Weltkrieg untersucht man die Nazi-Verbrechen.
Aber man fragt die Überlebenden nicht,
wie es in der Nazi-Zeit war
Man fragt auch nicht
die Familien von den Opfer.
Die Täter von den Verbrechen bekommen
keine Strafe.
Menschen mit Behinderungen werden
lange Zeit schlecht behandelt.
Sie erleben Gewalt und Ungerechtigkeit.
Manchmal ist das auch heute noch so.
Aber das ist falsch.
Denn alle Menschen sind unterschiedlich.
Und alle Menschen sind wertvoll.

Modellhaus, Patientenarbeit, ohne Provenienz, nach 1945.
ArEGL 174-3.
Im ehemaligen Wasserturm mit Badehaus (Haus 34) auf dem Gelände der heutigen Psychiatrischen Klinik Lüneburg gibt es seit Mitte der 1980er-Jahre Einbauten für eine Ausstellung. 2004 wurde dort die Gedenkstätte eröffnet.
Das ist ein Nachbau vom Badehaus
mit Wasser-Turm in der Anstalt in Lüneburg.
Der Nachbau ist aus Holz.
Ein Kranker hat den Nachbau gebaut.
Er hat den Nachbau
nach dem Jahr 1945 gebaut.
Etwa ab dem Jahr 1980 baut man
den Wasser-Turm von der Anstalt um.
Es gibt jetzt zum Beispiel ein Treppen-Haus.
Und man kann hier eine Ausstellung machen.
Im Jahr 2004 eröffnet man hier
die Euthanasie Gedenkstätte Lüneburg.
Nach Denken
Reflection
The crimes committed at the Lüneburg mental hospital did not end with the war. Until the 1970s, patients were devalued and treated inhumanely. Those responsible were hardly ever held accountable. Survivors and relatives of the victims were not involved in the investigation of the crimes. To this day, there is still disenfranchisement and violence against people with disabilities and mental illness. But there are also examples of diversity and participation as valuable contributions to a good life.

Model house, patient work, no provenance, after 1945.
ArEGL 174-3.
Since the mid-1980s, the former water tower with bathhouse (building 34) on the grounds of what is now the Lüneburg Psychiatric Clinic has been fitted out to house an exhibition. The memorial was opened there in 2004.
Reflection
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Refleksja
Zbrodnie popełnione w zakładzie opieki psychiatrycznej w Lüneburgu nie zakończyły się wraz z końcem wojny. Aż do lat 70. XX wieku chorzy byli poniżani i traktowani w sposób niegodny człowieka. Osoby odpowiedzialne za te zbrodnie prawie nie zostały pociągnięte do odpowiedzialności. Ocalali i krewni ofiar nie zostali włączeni w proces rozliczenia zbrodni. Do dziś dochodzi do pozbawiania praw i przemocy wobec osób niepełnosprawnych i chorych psychicznie. Istnieją jednak również przykłady różnorodności i uczestnictwa jako cennego wkładu w dobre życie.

Model domu, praca pacjentów, bez pochodzenia, po 1945 r.
ArEGL 174-3.
W dawnej wieży ciśnień z łaźnią (budynek nr 34) na terenie dzisiejszej kliniki psychiatrycznej w Lüneburgu od połowy lat 80. XX wieku znajdują się elementy wyposażenia przeznaczone do wystawy. W 2004 roku otwarto tam miejsce pamięci.

