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HANDELN
780 Erkrankte der Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg wurden in die Tötungsanstalten Brandenburg, Pirna-Sonnenstein, Hadamar und Pfafferode verlegt. In der »Kinderfachabteilung« kamen mehr als 440 Kinder und Jugendliche ums Leben. Auch etwa 200 ausländische Erkrankte wurden ermordet, vor allem in der »Ausländersammelstelle«, über 60 von ihnen wurden 1944 zur Tötung an einen unbekannten Ort verlegt. Viele Erkrankte starben zudem an Tuberkulose oder verhungerten. »Sicherungsverwahrte« kamen ins Konzentrationslager Neuengamme. Zwangssterilisationen an weit über 800 Jugendlichen, Frauen und Männern nach Beschlüssen des Lüneburger Gerichtes sowie erzwungene Abtreibungen waren der Anfang dieser Verbrechen.
HANDELN
Die Nazis bringen 780 Kranke aus der Anstalt
in Lüneburg in andere Anstalten.
Zum Beispiel nach:
• Brandenburg in Brandenburg.
• Pirna-Sonnenstein in Sachsen.
• Hadamar in Hessen.
• Pfafferode in Thüringen.
Dort ermordet man die Kranken.
Darum nennt man diese Anstalten auch: Tötungs-Anstalten.
Die Nazis ermorden 440 Kinder und Jugendliche in der Kinder-Fachabteilung in Lüneburg.
Die Kinder-Fachabteilung gehört zur Anstalt in Lüneburg.
Die Nazis ermorden über 200 Kranke aus der Ausländer-Sammelstelle in Lüneburg.
Die meisten von ihnen sterben
in der Ausländer-Sammelstelle in Lüneburg.
Über 60 von ihnen sterben
in anderen Tötungs-Anstalten.
Wo genau, weiß man nicht.
Die Nazis machen mehr als 800 Menschen unfruchtbar in der Anstalt in Lüneburg.
Sie bekommen dafür eine OP.
Diese Menschen wollen nicht unfruchtbar gemacht werden.
Man zwingt sie dazu.
Das nennt man: Zwangs-Sterilisation.

Modellhaus, Patientenarbeit, ohne Provenienz, nach 1945.
ArEGL 174-7.
Die Lüneburger »Kinderfachabteilung« befand sich in den Häusern 23, 24 und 25. Das Haus 24 war das letzte Haus, in das die »Kinderfachabteilung« einzog und in dem Kinder ermordet wurden.
Das ist ein Modell von einem Haus.
Es ist das Haus 24
von der Anstalt in Lüneburg.
In der Nazi-Zeit ist in diesem Haus
die Kinder-Fachabteilung.
Hier ermorden die Nazis viele Kinder.
Ein Patient aus der Anstalt hat
den Nachbau gebaut.
Das war nach dem Jahr 1945.
HANDELN
ACTION
780 patients from the Lüneburg mental hospital were transferred to the killing centres in Brandenburg, Pirna-Sonnenstein, Hadamar and Pfafferode. More than 440 children and adolescents lost their lives in the »children’s ward«. Around 200 foreign patients were also murdered, mainly in the »foreigners‘ collection centre«; more than 60 of them were transferred to an unknown location in 1944 to be killed. Many patients also died of tuberculosis or starvation. Those in »preventive detention« were sent to the Neuengamme concentration camp. Forced sterilisation of well over 800 young people, women and men following decisions by the Lüneburg court, as well as forced abortions, were the beginning of these crimes.

Model house, patient work, no provenance, after 1945.
ArEGL 174-7.
The Lüneburg »children’s ward« was located in buildings 23, 24 and 25. Building 24 was the last building into which the »children’s ward« moved and in which children were murdered.
ACTION
DZIAŁANIE
780 pacjentów szpitala psychiatrycznego w Lüneburgu zostało przeniesionych do ośrodków eutanazji w Brandenburgu, Pirna-Sonnenstein, Hadamar i Pfafferode. W »oddziale dziecięcym« zginęło ponad 440 dzieci i młodzieży. Zamordowano również około 200 zagranicznych pacjentów, głównie w »ośrodku zbiorczym dla cudzoziemców«, a ponad 60 z nich zostało przeniesionych w 1944 roku do nieznanego miejsca w celu zabicia. Wielu pacjentów zmarło również na gruźlicę lub z głodu. Osoby »zabezpieczone«.

Model domu, praca pacjentów, bez pochodzenia, po 1945 r.
ArEGL 174-7.
»Oddział dziecięcy« w Lüneburgu mieścił się w budynkach nr 23, 24 i 25. Budynek nr 24 był ostatnim, do którego przeniesiono »oddział dziecięcy« i w którym zamordowano dzieci.

